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HERREN 1 – ES FEHLT DIE KONSTANZ

Gestern fand in der Kaiseraugster Liebrütihalle die 3. Runde Kleinfeld 4. Liga statt. Ja bei diesem Huddel-Wetter konnte man gut in eine Turnhalle gehen, da verpasste man definitiv nichts draussen … Unsere Gegner hiessen UHC Trimbach und TV Liestal. Doch die Spiele anhand der Tabelle einzustufen wäre ein absoluter Irrtum gewesen, denn nicht nur bei unserer Mannschaft scheint der bisherige Saisonverlauf ein Auf und Ab zu sein.

Zuerst wartete mit dem UHC Trimbach ein Gegner, welcher in der Tabelle vor uns angesiedelt war. Doch wie vorhin schon erwähnt, brauchte uns dies nicht weiter zu beeindrucken, was auch keineswegs der Fall war. Gleich zu Beginn nahmen wir das Spiel in unsere Hände und setzten ordentlich Druck auf das gegnerische Gehäuse auf. So war es logisch, dass wir schon bald den ersten Treffer verbuchen konnten. Kurz darauf mussten wir aber aufgrund eines Aufbaufehlers aus dem Nichts den Ausgleich hinnehmen, doch das schien keinen zu interessieren. Fest entschlossen, dem Gegner hier nichts mehr zu schenken stürmten wir weiter und gingen zur Halbzeit mit einer 4:1 Führung vom Feld. In der Pausenbesprechung war allen anzusehen, dass sie Spass hatten und nichts mehr an die letzte Spielrunde in Basel erinnerte. So nahmen wir die zweite Halbzeit in Angriff und merkten schon bald, dass der Gegner gewillt war, hier etwas zu reissen und das Spieldiktat an sich zu nehmen. Viel abgeklärter  und ruhiger wurde gespielt, unser Ballbesitz war nicht mehr so hoch wie zuvor. Und wir begingen Fehler in der Abwehr, Schüsse wurden nicht mehr geblockt, im Slot standen Spieler frei … Und so kam es, dass der Gegner innert kürzester Zeit mehrere Tore verbuchen konnte und das Spiel wieder eng wurde. Um den Spielfluss, den sie nun bekamen, ein wenig zu unterbrechen nahmen wir ein Timeout. Es schien dann auch seine Wirkung zu haben. Zusammen mit den zahlreichen Fans (vor allem Eltern der D-Junioren, welche ebenfalls in Kaiseraugst spielten), welche uns lautstark anfeuerten, fanden wir zurück zu unserem Spiel und konnten den Vorsprung wieder ausbauen. Und wenn der Gegner auf unser Tor kam war da noch immer unser Torhüter Pascal, welcher sich in unglaublicher Form befand! So brachten wir unseren Sieg über die Zeit und gingen mit einem 8:5 und einem guten Gefühl vom Feld. Die Welle bei unserer lautstarken Fankurve durfte natürlich nicht fehlen.

 

Im zweiten Spiel ging es dann gegen den TV Liestal, welcher zuvor seine erste Partie in letzter Sekunde gewinnen konnte. Auch ihre Tabellensituation vor diesem Tag war wenig aussagekräftig, verloren sie doch einige Spiele bisher nur mit einem Tor Unterschied. Das Spiel brauchte eine Weile, bis es Fahrt aufnehmen konnte, vielleicht war genau dies der Grund für unsere Ungeduld. Man spürte in unserem Team eine Verunsicherung, Bälle versprangen, Pässe kamen nicht an, logisch also dass dadurch auch der Spielaufbau nicht sauber war. So half uns der Gegner ein wenig nach mit seiner ersten Zweiminuten-Strafe. Das Powerplay nicht unsere Stärke bisher, dennoch verhalf es uns zum ersehnten ersten Tor. Wie so oft war es aber kein typisches Powerplay-Tor, unser Luca hämmerte das Ding einfach rein, ohne Rücksicht auf Verluste. Vielleicht war dies nun der Befreiungsschlag!!?? Nicht wirklich, das Spiel ging im selben Stil weiter und der Gegner kam immer wieder zu guten Abschlüssen, während wir mit dem Kopf durch die Wand wollten. Es kam was kommen musste und der TV Liestal konnte vor der Pause noch ausgleichen. So ging es mit einem 1:1 in die Pause und unser Gefühl war nicht annähernd so gut wie im letzten Spiel zu dieser Zeit. Das machte sich dann auch gleich bemerkbar. Die zweite Halbzeit hatte kaum begonnen schon klingelte es in unserem Tor. Viel zu einfach kam der Gegner da direkt vom Bully vor unser Tor und spitzelte den Ball gekonnt über Pascal ins Netz. Doch es brach uns das Genick … Wenig später folgte dann auch das 3:1. Normalerweise ist solch ein Rückstand bei einer Spieldauer von mehr als 15 Minuten noch kein Grund zur Sorge. Doch wir fanden bisher kein Mittel gegen ein solide stehendes Liestal, um das gegnerische Tor ernsthaft unter Druck zu setzen, und wir würden auch keines mehr finden. Wir haderten – mit dem Gegner, mit dem Schiri, mit uns selbst. Allen voran der, der genau davor gewarnt hatte und im letzten Spiel so stolz auf sein Team war, dass genau das nie passiert ist. Die Abschlüsse, die wir hatten, verfehlten das Tor allesamt. Selbst wenn wir Powerplay spielen durften, was doch ein paarmal vorkam, standen wir uns auf den Füssen herum und schenkten dem Gegner Bälle. Nichts mehr zu verlieren versuchten wir es dann mit einem vierten Feldspieler, doch ein Fehlzuspiel wurde durch den Gegner eiskalt zum 4:1 ausgenützt. Einen Treffer durften wir anschliessend noch verbuchen. Cédi stocherte einen Abpraller beim Torhüter in bester Eishockey-Manier über die Linie, bevor Liestal noch den Schlusspunkt zum 5:2 setzte. 

Die Niederlage im zweiten Spiel war absolut verdient, doch genaue Gründe dafür zu finden ist schwierig. Am Einsatz jedes einzelnen hat es nicht gelegen, im Gegenteil. Jeder kämpfte, wenn auch unglücklich, bis zum Schluss und liess den Kopf nicht hängen. So befinden wir uns weiterhin auf einer Berg- und Talfahrt und was fehlt, ist die Konstanz.

Wir bedanken uns bei den genialen Fans für die lautstarke Unterstützung, was uns in der Liebrüti-Halle quasi zwei Heimspiele bescherte! Ihr seid Weltklasse!!!

Die neuen Caps sind da!!!! Klein und gross haben Freude daran

Da war die Welt noch in Ordnung. Welle mit unseren Fans nach dem Sieg im ersten Spiel